
Spinell gilt als einer der bemerkenswertesten Edelsteine der Welt, gefeiert für seine intensive Farbe und seinen funkelnden Glanz. Historisch wurde er oft mit Rubin oder Saphir verwechselt; zum Beispiel ist der berühmte „Rubin des Schwarzen Prinzen“ in den britischen Kronjuwelen tatsächlich ein roter Spinell.
Im Gegensatz zu Korund ist Spinell einfach brechend und gehört wie Diamanten zum kubischen Kristallsystem. Diese Kristallstruktur verleiht dem Spinell einen schärferen und klareren Glitzer im Vergleich zu vielen anderen farbigen Steinen. Mit einer Mohshärte von 8 ist Spinell haltbar genug für den täglichen Gebrauch, bleibt aber angesichts seiner außergewöhnlichen Schönheit und Seltenheit unterbewertet.
Bei der Auswahl eines Spinell-Edelsteins sollten Sie diese fünf Schlüsselfaktoren berücksichtigen, um sicherzustellen, dass Sie einen hochwertigen Stein identifizieren:
1. Den Schliff bewerten – Achten Sie auf „Fenster“
Spinell bildet sich häufig in natürlich flachen, verzwillingten Kristallen. In einigen Fällen priorisieren Schleifer das Gewicht vor der Schönheit, was zu Steinen führen kann, die zu flach sind. Dies führt zu einem „Fenster“ – einem transparenten Bereich in der Mitte, durch den Licht direkt hindurchgeht, anstatt reflektiert zu werden.
So überprüfen Sie es: Wenn Sie durch die Mitte des Steins lesen können, hat er ein Fenster.
Warum es wichtig ist: Fenster verringern die Brillanz und die allgemeine visuelle Attraktivität eines Edelsteins.
2. Die Farbsättigung bei natürlichem Licht beurteilen
Spinell ist in einem breiten Farbspektrum erhältlich: leuchtendes Rot, Hot Pink, Kobaltblau, Lavendel und mehr. Die Lichtverhältnisse können das Aussehen eines Steins dramatisch beeinflussen, weshalb es entscheidend ist, die Farbe bei natürlichem Tageslicht zu beurteilen.
Häufiges Problem: Spinellsteine können bei normalen Lichtverhältnissen oft zu dunkel oder fast schwarz erscheinen.
Empfehlung: Untersuchen Sie Spinell immer bei natürlichem Tageslicht. Wenn ein Stein bei Tageslicht dunkel erscheint, wird er im Metall gefasst wahrscheinlich noch dunkler wirken.
3. Auf Facettenabsplitterungen und Oberflächenabnutzung prüfen
Obwohl Spinell haltbar ist, bleiben seine Facettenkanten und die Tafel während des Schleifens oder der Handhabung anfällig für Absplitterungen.
Worauf zu achten ist:
- Winzige weiße Kerben entlang der Facettenkanten
- „Fuzzy“ oder ungleichmäßige Facettenlinien
- Oberflächennahe Einschlüsse oder Brüche
Spinell ist typischerweise augenrein, daher sollten sichtbare Schäden oder Klarheitsprobleme ernst genommen werden.
4. Den einfach brechenden Glanz verstehen
Einer der größten Vorzüge von Spinell ist seine optische Struktur. Als einfach brechender Edelstein erzeugt Spinell ein klares, scharfes Funkeln, das an Diamanten und Granate erinnert.
Was das bedeutet: Das Funkeln ist klar und gut definiert, was ihn von Steinen mit mehreren Brechungen unterscheidet.
Warum es wertvoll ist: Diese einzigartige optische Eigenschaft erhöht die Attraktivität und visuelle Wirkung von Spinell.
5. Auf Behandlungen und Synthetika prüfen
Obwohl die meisten verfügbaren Spinelle natürlich und unbehandelt sind, gibt es bestimmte Verbesserungen und Synthetika auf dem Markt.
Behandlungen, die zu beachten sind:
- Niedertemperatur-Erhitzung (bei einigen tansanischen Steinen festgestellt)
- Kobalt-Diffusion, die verwendet wird, um seltenen natürlichen kobaltblauen Spinell nachzuahmen
Synthetika: Synthetischer Spinell wird seit Jahrzehnten hergestellt. Diese Steine zeigen oft:
- Keine Einschlüsse
- Eine starke rote UV-Reaktion
- Farbe, die für den Preis „zu perfekt“ erscheint
Wenn ein Spinell makellos erscheint und ungewöhnlich günstig ist, könnte er synthetisch sein.
